Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 25. April 2026
1. Geltungsbereich
Diese AGB regeln die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform „Amy" (heyamy.io) zwischen Josef Haras (Einzelunternehmen, Dr.-Adolf-Schärf-Platz 10/309, 1220 Wien — nachfolgend „Anbieter") und den Praxis-Kunden (nachfolgend „Kunde"). Amy ist ein ausschließlich an Unternehmen, Selbständige und Freiberufler im Gesundheitswesen gerichtetes Angebot (B2B). Verbraucherrechte finden keine Anwendung.
2. Vertragsgegenstand
Der Anbieter stellt dem Kunden eine cloudbasierte KI-Rezeption zur Verfügung. Diese umfasst — abhängig vom gebuchten Tarif — Online-Buchung, automatisierte Telefonannahme, Terminverwaltung sowie Bestätigungen und Erinnerungen per SMS und E-Mail.
3. Vertragsschluss
Der Vertrag kommt mit der Bestätigung der Registrierung durch den Anbieter zustande. Der Kunde versichert, dass er zur rechtsverbindlichen Bestellung im Namen seiner Praxis berechtigt ist.
4. Tarife und Preise
- Online: €49 / Monat (zzgl. ges. USt., wenn anwendbar). Enthält Online-Buchung, Kalender-Sync, Bestätigungen.
- Online + Voice: €99 / Monat zzgl. €0,12 / Minute tatsächlich genutzter Telefonzeit. Enthält alle Funktionen aus „Online" plus die Telefonassistenz.
Telefonminuten werden monatlich nachträglich nach Verbrauch abgerechnet. Eine Übersicht über den Minutenverbrauch ist im Dashboard einsehbar.
5. Testphase
Neue Kunden können Amy 14 Tage kostenlos testen. Es ist keine Hinterlegung einer Zahlungsmethode erforderlich. Wird Amy nicht innerhalb der 14 Tage gekündigt, wird der gewählte Tarif kostenpflichtig fortgeführt.
6. Laufzeit und Kündigung
Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Er kann monatlich zum Monatsende durch den Kunden gekündigt werden. Eine Kündigung ist formlos per E-Mail an hi@heyamy.io oder über das Dashboard möglich. Bereits gezahlte Beträge werden nicht anteilig erstattet.
7. Verfügbarkeit
Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit von 99,9 % im Jahresmittel an, ausgenommen geplante Wartungsfenster (i.d.R. nachts) und höhere Gewalt. Geplante Wartungen werden mindestens 48 Stunden im Voraus angekündigt.
8. Pflichten des Kunden
- Der Kunde ist für die korrekte Konfiguration seiner Sprechzeiten, Notfall-Weiterleitung und Kalender-Integration verantwortlich.
- Der Kunde stellt sicher, dass anrufende Personen vor der Aufzeichnung über die KI-Annahme informiert werden (siehe AVV).
- Der Kunde verwendet Amy ausschließlich im Rahmen seines eigenen Praxisbetriebs.
9. Datenverarbeitung und AVV
Im Rahmen der Nutzung verarbeitet der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden gemäß Art. 28 DSGVO. Die Parteien schließen hierfür einen separaten Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV). Eine AVV-Vorlage wird im Onboarding bereitgestellt. Details zur Datenverarbeitung siehe Datenschutzerklärung.
10. Gewährleistung und Haftung
Amy ist ein KI-basierter Dienst. Trotz Sorgfalt kann es vereinzelt zu Fehlinterpretationen oder Ausfällen kommen. Der Anbieter haftet unbeschränkt nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie nach den zwingenden gesetzlichen Bestimmungen. Bei leichter Fahrlässigkeit ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt und der Höhe nach auf das vom Kunden in den letzten 12 Monaten gezahlte Entgelt beschränkt. Eine Haftung für entgangenen Gewinn, Folgeschäden oder Datenverluste ist ausgeschlossen, sofern der Kunde nicht eigenverantwortlich für ein angemessenes Backup gesorgt hat.
Amy gibt keine medizinischen Auskünfte und ist kein Ersatz für eine ärztliche Beratung oder Behandlung.
11. Eigentum an Daten
Sämtliche im Rahmen der Nutzung erfassten Praxis- und Patientendaten verbleiben im Eigentum des Kunden. Bei Vertragsende stellt der Anbieter einen vollständigen Datenexport bereit; spätestens 30 Tage nach Vertragsende werden die Daten unwiderruflich gelöscht (sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen).
12. Änderungen der AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit einer Vorankündigung von 30 Tagen per E-Mail an die hinterlegte Adresse anpassen. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die Änderungen als angenommen. Bei Widerspruch endet der Vertrag mit Wirksamwerden der Änderungen.
13. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Republik Österreich unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand ist, soweit gesetzlich zulässig, Wien. Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.